Success Story: Mobile App auf Servicescreens im Flagshipstore von Burgenland Energie

14.08.26 11:58 AM - Von Franziska Stangl

Flagshipstore Burgenland Energie AG
Foto: Burgenland Energie AG

Wer eine Energierechnung verstehen oder einen Teilbetrag anpassen will, scheitert oft an der ersten Hürde. Die App kann zwar alles, aber niemand erklärt sie einem. Die BE Vertrieb GmbH & Co KG wollte das im neuen Flagshipstore in Eisenstadt anders lösen. Kund:innen sollten gemeinsam mit Berater:innen vor einem großen Bildschirm stehen und Schritt für Schritt sehen, was sie zu Hause künftig selbst erledigen können. Beyond Tech hat dafür die bestehende Mobile App auf vier Servicescreens gebracht und in das Display-System des Stores integriert. 

Über die BE Vertrieb GmbH & Co KG

Die BE Vertrieb GmbH & Co KG ist die Vertriebsgesellschaft der Burgenland Energie und versorgt Privat- und Geschäftskund:innen im Burgenland mit Strom, Gas und Energielösungen. Im April 2026 eröffnete das Unternehmen in Eisenstadt Österreichs ersten Flagshipstore für Energieunabhängigkeit, ein revitalisiertes Umspannwerk aus den 50er-Jahren auf rund 400 Quadratmetern. Erklärtes Ziel: persönliche Beratung als Gegenpol zur reinen Online-Welt. 

Projekt-Highlights auf einen Blick

Branche: Energieversorgung 
Lösung: Bestehende Mobile App auf vier touchfähigen Servicescreens, integriert in das Display-System des Stores 
Technologien: Flutter, Sklera, Kiosk-Systeme 
Projektdauer: 3 Monate, Eröffnung im Rahmen der Langen Nacht der Forschung 
Wichtigstes Ergebnis: Die Mobile App läuft ohne Neuentwicklung auf den Servicescreens. Zukünftige App-Updates greifen automatisch auch im Store. 

Wenn die App alles kann, aber niemand sie kennt

Die Mobile App der BE Vertrieb GmbH & Co KG bündelt zentrale Selbstbedienungsfunktionen: Verbrauchsdaten einsehen, Rechnungen abrufen, Teilbeträge anpassen. Wer sie nutzt, erspart sich den Anruf im Kundencenter. Genau das ist das Problem: Viele Kund:innen wissen gar nicht, was die App kann, und haben sie oft nicht einmal installiert. Im neuen Flagshipstore sollte deshalb ein Ort entstehen, an dem Berater:innen die App gemeinsam mit Kund:innen durchgehen können, auf einem Bildschirm, der groß genug ist, dass beide gleichzeitig sehen, was passiert. Eine reine Bildschirmübertragung vom Smartphone reichte dafür nicht. Die Screens sollten zusätzlich Informationen ausspielen und nur auf Tippen in die App wechseln. Und sie sollten so gebaut sein, dass kein Passwort vor versammelter Kundschaft eingegeben werden muss. 

Wie die Mobile App in vier Servicescreens einzog

Beyond Tech nutzte aus, dass die App bereits auf Flutter basiert. Sie wurde als Web-Variante ausgespielt und über eine native Sklera-App in das bestehende Display-System des Stores eingebunden. Im Ruhezustand zeigen die Screens Inhalte zu Energieprodukten und Services. Sobald jemand auf den Bildschirm tippt, wechselt das System nahtlos in die App. Kein Bruch, kein Neustart, keine separate Bedienlogik. 

Für die Anmeldung entwickelte das Team einen eigenen Login-Flow. Wer sich nicht selbst einloggen möchte, lässt sich über die Berater:in anmelden. Diese erzeugt im System einen einmalig gültigen vierstelligen Code, den Kund:innen am Bildschirm eintippen. Das Passwort bleibt geschützt, und niemand bleibt versehentlich auf einem Terminal eingeloggt, während andere im Store warten. Beyond Tech baute die Lösung in drei Phasen: Web-Rendering der App, Integration in Sklera inklusive nahtlosem Wechsel zwischen Information und App, anschließend ausführliche Tests vor Ort im Store. 

Eine App-Plattform mehr, ohne zweite Codebasis

Das technische Ergebnis ist eine zweite Plattform für die Mobile App, ohne dass eine zweite Codebasis entstanden wäre. Was im Smartphone funktioniert, läuft eins zu eins auf den Servicescreens. Jedes künftige App-Update greift automatisch auch im Store. Für BE Vertrieb heißt das: eine konsistente Nutzererfahrung über alle Kanäle hinweg, ohne doppelten Pflegeaufwand. 

Im Beratungsalltag verändert sich vor allem das Setting. Statt sich gemeinsam über ein Smartphone zu beugen, stehen Berater:in und Kund:in vor einem großen Bildschirm und gehen die App durch: Wo finde ich meinen Verbrauch, wie passe ich einen Teilbetrag an, wie wechsle ich meinen Tarif. Was vorher Erklärung am Telefon war, wird zur gemeinsamen Klick-für-Klick-Demo, mit dem klaren Ziel, dass Kund:innen das Gelernte zu Hause selbst anwenden können. 

"Beyond Tech hat uns geholfen unsere App dort erlebbar zu machen, wo Beratung stattfindet: Mit den Servicescreens schaffen wir es, unsere App dort erlebbar zu machen, wo Beratung stattfindet: im direkten Austausch mit Kund:innen. Das Verständnis steigt sofort, weil wir Funktionen nicht nur erklären, sondern gemeinsam anwenden. Genau das hilft unseren Kund:innen, künftig viele Dinge selbstständig und einfacher zu erledigen.”


Alina-Cristina Funovits

Leitung Kundenservice, BE Solutions GmbH

Ausblick

Mit der Lösung im Flagshipstore hat BE Vertrieb einen ersten physischen Touchpoint, an dem die Mobile App erlebbar wird. Das Konzept lässt sich weiter ausbauen: Künftig sollen Kund:innen direkt am Servicescreen Produktinformationen abrufen und Produkte beziehen können. Parallel wird die App selbst um Tarifangebote erweitert, die dann ebenfalls auf den Screens verfügbar sind. 

Wenn Sie ein ähnliches Projekt umsetzen möchten, begleiten wir Sie gerne.
KONTAKT AUFNEHMEN

Kategorien

Success Story
ZUR BEITRAGSÜBERSICHT

Bereit für den nächsten Schritt in der digitalen Energiezukunft?

Ob erste Fragen oder konkrete Projektideen - wir unterstützen Sie dabei, digitale Potenziale im Energiesektor zu erkennen und zu nutzen.

KONTAKT
Teilen -