Am 16. und 17. September hat sich die österreichische E-Wirtschaft in der Wiener Hofburg versammelt. Rund 700 Teilnehmende, über 40 Sponsoren und Aussteller und ein Motto, das gut zusammenfasst, wo die Branche gerade steht: „Zukunft unter Strom“.
Wir waren mit einem eigenen Stand dabei, Nummer 6, zwischen Smart-Meter-Technologie und Netzinfrastruktur. Was wir mitgenommen haben, warum ein Glücksrad erstaunlich viel über Gesprächseinstiege verrät und weshalb am Ende keine einzige Socke mehr übrig war, lesen Sie hier.

Zukunft unter Strom: Worum es beim Energiekongress 2026 ging
Der Oesterreichs Energie Kongress ist der größte Branchenevent der österreichischen E-Wirtschaft. Er bringt Entscheider:innen aus Branche, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft an einem Ort zusammen, und genau das macht ihn für uns interessant.
Auf dem Programm standen unter anderem Versorgungssicherheit und Resilienz, der Netzausbau und die regulatorischen Rahmenbedingungen. Für uns besonders relevant: die Sessions rund um Digitalisierung, Datenplattformen und die Frage, wie viel künstliche Intelligenz das Energiesystem eigentlich verträgt.
Denn eines wurde in den Gesprächen sehr deutlich: Die Energiewende ist längst kein reines Infrastrukturthema mehr. Sie ist zu einem großen Teil ein Datenthema.
Stand 6: Windräder, ein Glücksrad und ein Sockenengpass
Unser Stand war bewusst kein reiner Prospektständer. Auf dem Tresen standen kleine Windradmodelle, daneben ein selbst beschriftetes Glücksrad mit Feldern wie „Hauptgewinn“, „Es wartet eine süße Überraschung“ und „Leider kein Gewinn, versuche es noch einmal“.
Das klingt nach Jahrmarkt und war doch überraschend wirkungsvoll. Ein Glücksrad senkt die Hemmschwelle. Wer einmal gedreht hat, steht schon am Stand, und aus dem Lachen über ein Nietenfeld wird in erstaunlich vielen Fällen ein fachliches Gespräch über Betriebsführung oder Datenarchitektur.
Der Hauptgewinn war ein Paar gelbe Socken mit dem Aufdruck „Ich steh auf Hochspannung“. Wie beliebt die werden würden, hatten wir ehrlich gesagt unterschätzt.

Eine Besucherin fragte:
„Darf ich so oft am Glücksrad drehen, bis ich die Socken gewinne?“
Eine andere versuchte es auf dem Umweg über das Privatleben:
„Mein Freund rennt immer barfuß herum, würdet ihr mir ausnahmsweise so ein Paar Socken für ihn mitgeben?“
Und irgendwann fasste es jemand einfach so zusammen:
„Alle wollen eure Socken haben!“
Am Ende von Tag 2 war der Karton leer.
„Ich steh auf Hochspannung“: Warum hinter den Socken mehr steckt als ein Gag
Dass ausgerechnet ein Paar Socken zum meistdiskutierten Objekt an unserem Stand wurde, hat einen Grund, der über das Werbegeschenk hinausgeht. Matthias Gerstl bringt es so auf den Punkt:

„Letztlich geht es um Energie und Strom, ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft. Ohne Strom wäre ein geordnetes Zusammenleben kaum vorstellbar. Gleichzeitig steht der gesamte Energiesektor vor einer riesigen Transformationsherausforderung. Dieser mit einem positiven Mindset zu begegnen, trotz aller Regulierungen und Hindernisse, ist für jede:n von uns persönlich noch einmal fordernd. Mit dem Spruch ‚Ich steh auf Hochspannung‘ wollen wir genau diese Motivation sichtbar machen und andere mit dem Enthusiasmus anstecken.“
Besonders gefreut hat uns, dass auch Wirtschafts- und Energieminister Wolfgang Hattmannsdorfer ein Paar erwischt und öffentlich getragen hat. Ein gelber Sockenschaft zwischen dunklem Anzug und Lederschuh ist vielleicht kein energiepolitisches Statement. Ein bisschen Haltung steckt aber schon drin.
Powerfrauen-Lunch: Eine Stunde Raum in einer männerdominierten Branche
Ein Programmpunkt hat Verena Pölzl besonders beeindruckt, und zwar der Powerfrauen-Lunch am ersten Kongresstag.
„Zu sehen, wie viele Frauen dann doch in einem Raum gesammelt in einer so männerdominierten Branche zu finden sind, fand ich super. Auch, dass dieser Raum direkt am Kongress gegeben wurde, eine Stunde lang, nur damit sich Frauen untereinander austauschen und vernetzen können. Das hat mich überrascht und sehr gefreut.“
Verena hat teilgenommen und einige gute Gespräche geführt. Dass Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Österreichs Energie und federführend bei der Organisation dieser Formate, danach auch noch an unseren Stand kam, war für sie das Tüpfelchen auf dem i. Inklusive Socken, die sie direkt angezogen hat, und einem gemeinsamen Foto.
Solche Formate kosten im Programm eine Stunde. Was sie in einer Branche bewirken, in der Frauen in Führungspositionen noch immer die Ausnahme sind, lässt sich schwer in Kennzahlen fassen. Die Stimmung im Raum war jedenfalls eindeutig.
Data Lakehouse und Betriebsführung: Was fachlich hängen geblieben ist
Neben Glücksrad und guter Laune ging es an unserem Stand vor allem um folgende Themen, die wir in den Kurzvideos vor Ort auch erklärt haben.
Energy Data Lakehouse. Ein Data Lakehouse schafft eine unternehmensweite Single Source of Truth und damit die Basis für Betriebsführung, Trading, Analysen und KI. Statt verteilter Datensilos gibt es eine verlässliche Datengrundlage. Wie sehr dieses Thema trifft, zeigte die Reaktion eines Besuchers:
„Das Data Lakehouse beschreibt einen Schmerz, der uns alle betrifft. Manueller Export und Abgleich mit .csv passieren noch immer.“
Betriebsführung. Wind, PV und Speicher datenbasiert zu optimieren, von der Gesamtanlage bis zur einzelnen Komponente, war der zweite große Gesprächsstrang. Ein Teilnehmer formulierte es so:
„Betriebsführung und das datengetriebene Verstehen der Anlagen ist sicher eines der wichtigsten Themen, die uns beschäftigen.“
Energiegemeinschaften. Und drittens ging es immer wieder um die Frage, wie der Betrieb von Energiegemeinschaften skalierbar wird. Unsere Antwort darauf ist eine modulare White-Label-Lösung, die Web, Apps, CRM, SAP und EDA durchgängig verbindet. Das Ziel: wachsen, ohne dass der Aufwand im gleichen Maß mitwächst.
Was uns besonders gefreut hat
Neben den fachlichen Gesprächen gab es Rückmeldungen, die wir gerne mitnehmen. Etwa zum Standdesign und zu den Unterlagen:
„Die Flyer von Beyond Tech schauen super aus und fühlen sich so wertig an, das kopieren wir für unsere Zwecke.“
Oder zur Art, wie wir auftreten:
„Die Art und Weise, wie ihr eure Produkte und Dienstleistungen präsentiert, sticht wirklich heraus. Nebenbei macht ihr das mit so viel Freude und einem frischen Zugang.“
Genau das war der Plan. Ein Messestand in der Hofburg kann steif sein. Er muss es aber nicht.
Ein Wort noch zum inoffiziellen Teil: Die Gespräche beim Afterwork und in den Pausen waren mindestens so wertvoll wie die auf der Bühne. Wer schon einmal auf einem Branchenevent war, weiß das. Wer noch nie dort war, sollte es einplanen.
Danke an alle, die vorbeigeschaut haben
Besonders gefreut hat uns der Besuch von Michael Baminger, Präsident von Österreichs Energie, und Barbara Schmidt, Generalsekretärin von Oesterreichs Energie, an unserem Stand. Ebenso der Austausch mit Reinhard Czerny und Rainer Matiasek von der Burgenland Energie, mit der wir als Joint Venture eng verbunden sind.
Und natürlich an alle anderen, die gedreht, gefragt, diskutiert und mitgelacht haben. Zwei Tage Hofburg gehen schnell vorbei, wenn durchgehend jemand am Stand steht.

Sie möchten das Gespräch fortsetzen?
Der Kongress ist vorbei, die Themen bleiben. Wenn Sie wissen möchten, wie ein Energy Data Lakehouse, eine digitalisierte Betriebsführung oder eine skalierbare Plattform für Energiegemeinschaften in Ihrem Unternehmen aussehen könnte, sprechen wir gerne weiter.


